Neues Spiel…

 … neues Glück!

Puppets klein

Ich habe mich entschieden, endlich etwas zu ändern.

Wurde auch Zeit, denn ich will raus aus all den Regeln und  Rahmen und Fesseln, die mich schon viel zu lange fest im Griff halten. Endlich werde ich (wieder) kreativ. Ich darf wieder Kind sein. Und Individualistin. Exzentrikerin, Kritikerin, Fantast. Vielleicht auch ein bisschen Rebell. Aber das war ich ja schon immer, werd’s auch immer sein. Viel wichtiger aber ist, dass ich endlich zurück zu meinen Wurzeln kehre – denn ich schreibe. Und das kreativ! Etwas, das ich lange nicht getan und über Monate hinweg stark vernachlässigt habe. Ich möchte sogar meinen, dass ich bei all den Regeln, Konformitäten, Ketten und Realisten um mich herum schlichtweg vergessen habe, wie es sich anfühlt, selbst zu denken und diese Gedanken anschließend in geschriebene Worte zu verpacken.

Doch das hat jetzt ein Ende!

Ein Blog muss her. Ich komme auch gerade rechtzeitig mit dieser Idee, weil Blogs seit einiger Zeit nicht mehr nur den ‘Hipstern’ unter uns vorbehalten sind, sondern sich in der breiten Masse des Mainstream etabliert haben. Ich hatte immer ein bisschen Angst, ein ‘Hipster’ zu sein. Oder besser – als Hipster abgestempelt zu werden. Einige würden mich sicherlich so bezeichnen, wenn sie mich träfen, aber diese Leute haben keine Ahnung und sich vermutlich nur wenig mit der eigentlichen Bedeutung des Begriffs befasst. (Wer immer noch nicht weiß, was sich dahinter verbirgt, der hat in der heutigen Zeit, weiß Gott, genügend Möglichkeiten, sich an dieser Stelle kurzfristig auszuklinken.)

Fakt ist, dass ich schon immer kreativ war. Ich habe nicht immer in alle Rollen gepasst, für die man mich casten wollte, aber das ist auch gut so. Nicht jeder passt in ein, von der Gesellschaft vorgeformtes, Schema X und das ist völlig in Ordnung. Wer versucht, einem das Gegenteil einzureden, der hat vermutlich einfach den Knall noch nicht gehört. Nennt es Hipster, Rebellen, Exzentriker oder Künstler – für mich sind es allesamt Kreative. Und eine Gesellschaft braucht Kreative, sie lebt davon! Das ist ganz einfach so. Nicht nur, weil wir sonst vor lauter Verantwortung, Arbeit und Prinzipien schon längst krepiert wären, nein, weil es ganz einfach langweilig wäre. Was wäre das Leben ohne die ganzen guten Serien, Filme und die Musik? Ein Leben ohne Bücher, Zeitschriften und Bilder – langweilig!

Genau so geht es mir zurzeit. Mir ist langweilig. Ich bin der Monotonie, der Ordnung, der Langeweile überdrüssig. Ich möchte endlich wieder raus aus dem Trott, raus in die Welt! Da draußen gibt es so viele Dinge, wegen denen es sich lohnt, kreativ zu sein! Man kann so viel tun, aber man zögert, weil….

Es gibt tausend Gründe, um zu zögern. Meine Mutter ist eine von denen, die zögern. Sie hat Angst vor Veränderung. Angst davor, aus dem gewohnten Kokon zu schlüpfen und sich dem zu stellen, was draußen auf sie wartet. Sie hat Angst vor der Welt. Angst ist ein großes Problem in der heutigen Zeit. Angst lähmt uns, sie hält uns fest in ihrer Paralyse. Aber sie ist nicht unüberwindbar. Manchmal genügt es einfach, auf sein Herz zu hören. Darauf, wie der stetig schlagende Rhythmus schneller wird und lauter, und zu spüren, wie tief im Inneren etwas zu brodeln beginnt. Zulassen! Denn dieses Brodeln ist wie der Ausbruch eines Vulkans, der in Tatendrang eruptiert und neuen Mut, neue Kreativität zu Tage fördert! Jeder in uns spürt dieses Brodeln, doch es liegt an uns, ob der Vulkan ausbricht, ob wir ihn lassen, oder nicht…

Ich bin so weit.

In mir hat es lange gebrodelt, doch jetzt ist der Zeitpunkt da, den Vulkan zum Ausbruch zu bringen. Ich habe neuen Mut gefasst und ich spüre, wie neue Kreativität in mir wächst. Der perfekte Zeitpunkt, um die Ketten abzustreifen und die Karten neu zu mischen. Beginnen tut es hier, mit diesem Blog. Das mag zunächst lächerlich erscheinen, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Nun möchte ich natürlich, wie so viele vor mir, dass dieser kleine Blog etwas ganz besonderes wird. Klar, denn er ist Ausdruck meiner Gedanken, Gefühle und meiner Kreativität. Alles Dinge, die zwar nicht greifbar, mir aber deswegen gerade um so wichtiger sind! Nein, dieser Blog soll nicht einer unter vielen sein. Ich träume von Einzigartigkeit! Ich bilde mir sogar ein, irgendwann sagen zu können, dass man in diesem kleinen Stück Datenpapier vieles lesen und sehen kann, was man sonst noch nirgendwo gesehen oder gehört hat. Weil ich mich mit einer eigenen Idee verwirklicht habe und mir das, was daraus geworden ist, gefällt.

Und das ist doch der eigentlich Sinn hinter Kreativität und Individualismus. Der eigentliche Sinn des Lebens – Der Drang nach Freiheit, nach Selbstverwirklichung, nach Glück! Jeder Mensch strebt danach, glücklich zu sein. Lacht darüber oder nicht, doch ich habe darüber ein Buch geschrieben. In diesem erzähle ich in dreizehn kleinen Geschichten davon, dass jeder selbst seines eigenen Glückes Schmied ist. Du bist nicht glücklich? Dann ändere es, denn du allein hast die Kraft dazu!

Und genau das werde ich jetzt tun.

Ich folge meinem eigenen Ratschlag und höre endlich auf mürrisch, miesepetrig, unausgeglichen, ängstlich und eine unter vielen zu sein. Ich breche aus. Ich werde wieder glücklich – etwas, dass ich eine lange Zeit über nicht gewesen bin und so sehnsuchtsvoll vermisst habe…

Sari Campari